Mit einer Gesamtfläche von nur etwas mehr als 65.000 km² ist Sri Lanka nicht einmal so groß wie Bayern (mit 70,500 km²). Trotzdem hat das Eiland unfassbar viel zu bieten und in Abhängigkeit vom Monsunklima des Landes empfehle ich mindestens drei Wochen für den Westen bzw. Osten der Insel einzuplanen. Hier nun also mein Routenvorschlag für 3 Wochen entlang Sri Lankas östlicher Hälfte:


Da das Klima und damit auch die beste Reisezeit für Sri Lanka von gleich zwei Monsunen geprägt wird, hängt die ideale Route für deine Reise nach Sri Lanka vor allem davon ab, wann du dem Inselstaat einen Besuch abstatten möchtest.

Zwischen Mitte Mai und Ende September trifft der regenreiche Südwestmonsun auf das Eiland. Zu dieser Zeit ist es an der Ostküste am trockensten und beständigsten. Ab Oktober setzt dann der Nordostmonsun ein, der bis etwa Mitte April für hohe Niederschläge im Norden sowie Osten der Insel sorgt und damit die beliebten Badespost im Südwesten des Landes zum idealen Anlaufpunkt macht.

Alles was du für deine Reiseplanung zum Backpacking in Sri Lanka brauchst, findest du in meiner Gesamtübersicht:


Reiseroute für 3 Wochen Sri Lanka – Die Ostküste (Reisezeit Mai – Sept.) :

 

Colombo/Negombo – Kandy – Haputale /Ella – Arugam Bay – Polonnaruwa / Dambulla /Sigirya – Trimcomalee – (Anuradhapura) – Colombo


Colombo / Negombo (Anreise + 1 Tag)

Der Bandaranaike International Airport ist Dreh- und Angelpunk aller internationalen Flüge und so wird auch der Startpunkt deine Reise an diesem Flughafen sein. Der Flughafen liegt allerdings nicht direkt in der Landeshauptstadt Sri Lankas, sondern etwa 35 km nördlich von Colombo.

Colombo selbst ist bei Reisenden allerdings wenig beliebt und so steuern viele Neuankömmlinge direkt den Strand oder das Inland an. Auch ich habe mich nach kurzer Recherche der überschaubaren Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt gegen Colombo entschieden und direkt das Küstenstädtchen Negombo angesteuert. Das liegt nur 16 Kilometer vom Flughafen entfernt am Strand (der ist zwar nicht gerade der Schönste des Landes, aber zum Ankommen taugt er durchaus).

Egal wofür du dich entscheidest, um vom Flughafen weg zu kommen, hast du drei Möglichkeiten:

  • Flughafenabholung durch dein Hotel:

    Um nach deiner Ankunft einen ersten Anhaltspunkt zu haben und nach dem langen Flug nicht noch rumsuchen zu müssen, empfehle ich wie immer zumindest die ersten 1-2 Nächte an deinem Ankunftsort zu buchen. Viele Hotels und Guesthouses in und um Colombo bieten an ihre Gäste direkt vom Flughafen abzuholen. Mit kosten um 30€ zwar die einfachste, aber eben auch nicht günstigste Variante.

  • Taxi am Flughafen:

    Sobald du die Ankunftshalle am Flughafen verlässt, wird dir eine Heerschaar von Taxifahren entgegenstürzen. Die recht üppigen Preise (etwa 20€ für die Fahrt nach Colombo, ca 14€ nach Negombo) sind festgelegt und gebucht wird am Taxischalter links vom Eingang (Stand August 2016).

  • TukTuk:

    TukTuks haben keine Einfahrt auf das Flughafengelände und gehören nicht zu dessen offiziellen Transportnetz. Das sollte dich aber keinesfalls davon abhalten diese günstige Variante zu nutzen. Wenn du aus dem Flughafen kommst, laufe einfach über der Parkplatz (etwa 200m) und links hinter dem Zaun siehst du die Fahrer der bunten „Dreiräder“ bereits in Reih und Glied stehen. Hier gibt es zwar keine festgelegten Preise, eine Fahrt nach Negombo sollte dich aber nicht mehr als 1200 Rupien (etwa 7€) kosten. Halte dabei am besten auch die Adresse und Telefonnummer deiner Unterkunft bereit – damit der Fahrer dein Ziel am Ende auch wirklich findet. (Ähnlich den TukTuks soll es wohl auch einen öffentlichen Bus jenseits des Zauns geben, den hatten wir allerdings nicht finden können)

Negomo selbst ist wie Colombo wenig spektakulär, wie haben den ersten Tag jedoch zum Akklimatisieren genutzt, waren hervorragend (und günstig!) Curry-Essen und haben uns zur Einstimmung erst Mal einen halben Tag Ayurveda gegönnt.


Kandy (2 Tage)

Vom Busbahnhof in Negombo geht es mit dem Bus (225 LKR) nach Kandy. Das Umtriebige Städtchen ist vor allem für seinen Zahntempel (Sri Dalada Maligawa), in dem der Sage nach der Eckzahn Buddhas liegt, berühmt. Gerade für Einheimische ist die religiöse Stätte deswegen von besonderer spiritueller Bedeutung – für alle, die bereits den ein oder anderen Tempel in Asien gesehen haben, aber um ehrlich zu sein nichts Besonderes.

Nur einen Steinwurf entfernt liegt der Kandy-Lake, der zum Spazieren einlädt. Auch dem örtlichem Markt sollte man einen Besuch abstatten, wenn man eh schon unterwegs ist. Der liegt ebenfalls fußläufig vom Zahntempel auf der Gegenseite des Sees. Zu schaffen ist das alles jedoch in einem Vormittag und abgesehen von seinen beiden Aussichtspunkten (Kandy View Point und Weißer Buddha), die vor allem bei Sonnenuntergang einen tollen Blick liefern, waren das auch schon die „kleinen“ Highlights des Städtchens.

Mein Tipp: Der Botanische Garten

(etwa 4km außerhalb der Stadt).
In der wunderschönen weitläufigen Parkanlage gibt es nicht nur unzählige Pflanzenarten zu bewundern, hier findest du auch hunderte Flughunde, Schmetterlinge und verschiedenste Vogelarten.

Am günstigsten erreichst du den Royal Botanical Garden mit dem Bus. Der braucht etwa 20 Min, fährt mehrmals stündlich und kostet 28 LKR (0,17€). Avfahrt ist nebem dem Markt am Clocktower. Vor Ort einfach nach dem botanischen Garten bzw dem Bus nach Peradeniya fragen.

Öffnungszeiten: 07:30 – 17:00
Eintritt: 1500 LKR (etwa 9€)
Offizielle Website: http://www.botanicgardens.gov.lk/


Ella (3 Tage) + Haputale (1 Tag)

Nach Kandy steht für viele Reisen das immergrüne Hochland Sri Lankas und damit auch das touristisch sehr gut erschlossene Bergdorf Ella an. Besonders beliebt ist dabei auch die Bahnstrecke zwischen den beiden Orten, die sich an malerischen Landschaften, ewig weiten Teeplantagen und unberührten Dörfern entlang windet.

Da besagte Strecke aber auch für die Einheimischen eine der Hauptschlagadern zwischen den Regionen ist, sind Tickets (vor allem für die erste Klasse, in der Sitzplätze reserviert werden können sowie den Panoramawagen) meist schon Tage im Voraus ausgebucht. Wer also nicht Gefahr laufen möchte 6-8 Std in der 3. Klasse zwischen hunderten Mitreisenden eingequetscht stehen zu müssen (von der tollen Aussicht bekommt man so nicht viel mit), oder gar nicht mehr mitzukommen, sollte entsprechend im Voraus buchen.

Eine Alternative bietet die Fahrt über Nuwara Eliya, das etwa auf halber Strecke nach Ella liegt. Von Kandy aus erreichst du das Städtchen mit dem Bus. Für den schnelleren Intercitybus (optisch erinnern die Buslinien an große Minivans ) haben wir jeder 330 LKR inklusive Gepäck bezahlt. In Nuwara Eliya angekommen solltest du (sofern nicht bereits in Kandy geschehen) die Gelegenheit nutzen und deine Reisekasse mit Barem auffüllen. In Ella gibt es zwar mittlerweile einen ATM, zahlreiche Touristen und vereinzelte Stromausfälle können aber schon mal zum Engpass führen.

 

Meine Kreditkarte auf Reisen: 

Im 7 km entfernten Nanu Ooya (TukTuk 200 LKR) geht die Fahrt dann mit dem berühmt-berüchtigten Zug weiter. Da hier viele der Reisenden aus Kandy aussteigen, sind die Chancen am Ende auch wirklich in den Zug zu kommen hier wesentlich höher, als in Kandy. Stehen mussten wir zwar trotzdem 2 Std, die restlichn 2 Std hatten wir dafür aber Fensterplätze und konnten die tolle Ausfahrt genießen.

Zugfahrt NanuOya – Ella from Poi Chan on Vimeo.

 

Tagesausflug Haputale

Etwa 1 Std vor deiner Ankunft in Ella machst du auch am beschaulichen Bergstädtchen Haputale halt. Das ist beliebter Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Region (Lipton View Point, Baden in Wasserfällen, Wanderungen, und Besuch von Teefabriken). Du kannst entweder direkt hier aussteigen und deine Fahrt nach Ella später fortsetzen, oder Haputale im Rahmen eines Tagesausflugs direkt von Ella aus besuchen. Letztere Variante bietet die Option zumindest einen Teil des Weges ncoh einmal mit dem berühmten Zug zu fahen, ohne mit Gepäck beladen zu sein. Alternativ gibt es auch eine Busverbindung über Bandarawella zurück nach Ella für 64 LKR. Einen TukTuk-Fahrer haben wir uns am Bahnhof von Haputale für 3500 LKR gechartert. Vermutlich geht es auch günstiger, bei umgerechnet etwa 10€ pro Kopf, für die unser Fahrer insgesamt gut 7 Std mit uns rumgefahren ist, wollte ich nicht mehr groß verhandeln. Extra hinzu kommen dann noch etwaige überschaubare Eintritte.

Ella

Ella ist einer der von Touristen am meisten frequentierten Orte in Sri Lanka und dementsprechend auch auf seine Gäste eingestellt. Der Ort, der im Grunde nur aus einer großen Hauptsraße besteht, die Links und Rechts von Restaurant und Cafés gesäumt wird, liegt besonders idyllisch im Hochland Sri Lankas und bietet jede Menge Möglichkeiten einige Tage rumzubekommen. Ob kleine Wandertour auf dem Little Adams Peak, auf Stippvisite in der Teefabrik oder auf Fotojagd an der berühmten Dmodara Nine Arch Bridge, zu machen gibt es hier genug und im Hinblick darauf, dass du durch die Anreise schon einen knappen Tag „verlierst“, würde auf jeden Fall minimal drei Tage für Ella einplanen. Information zu Touren, Kartenmaterial und Antworten zu Busfahrzeiten und Co. gibt es im Übrigen an der Touristen-Information direkt vor der kleinen, zentralen Busstation.


Arugam Bay (4 Tage)

Nach einigen der schönsten kulturellen, wie auch landschaftlichen Seiten Sri Lankas ist es an der Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Viele zieht es im Anschluss an das singhalesische Hochland deswegen auch direkt an die Küste der Insel – für alle, die in unseren Sommermonaten unterwegs sind führt der Weg von Ella deshalb auch in den meisten Fällen nach Arugam Bay. Die hübsche Bucht lädt mit seinem langen Sandstrand nicht nur zu ausgedehntem Sonnenbaden ein, üppiger Wellengang und viel Wind machen den Küstenort auch zum Mekka für Wellenreiter aller Art.

Du erreichst Arugam Bay von Ellas zentraler Busstation aus mit dem Bus (mehrere Abfahrtszeiten täglich). Erkundige dich für Details am besten an Ellas Touristen-Information. Achte außerdem darauf deinen Fahrschein direkt im Bus mit allen anderen (einheimischen) Fahrgästen zu zahlen. Wir wurden erst nach unserer Ankunft in Arugam Bay abkassiert und durften plötzlich den völlig überteuerten Touristenpreis abdrücken – Diskussionen zwecklos…


Polonnaruwa / Dambulla / Sigirya (4 Tage)

Egal wie du deine Zeit in Arugam Bay verbracht hast, nach einigen ausgedehnten Strandtagen geht es
Für die Fahrt von Arugam Bay nach Polonnaruwa bzw Dambulla musst du mindestens einen halben Tag einrechnen. Abfahrt ist im 4 km entfernten Örtchen Pottuvil, das du ab Arugam via Tuk Tuk (200 LKR) erreichst. Von hier aus gibt es allerdings keine Direktverindung und du musst mindestens in Kalmunai oder Batticaloa umsteigen.

Schneller und entspannter, dafür aber um einiges teurer, geht es natürlich wie immer mit einem privaten Fahrer. Für mich war es tatsächlich die einzige Strecke, auf der ich auf diese Alternative rückblickend gerne zurückgegriffen hätte. Übermäßig elegant ist diese Variante in Sachen Routenplanung nämlich leider nicht. Alternativ könnte man Dambulla auch direkt nach Kandy (etwa 2 Std entfernt) einschieben und erst dann nach Ella fahren (was natürlich auch ein Umweg wäre), oder ganz zum Ende auf dem Rückweg von Trincomalee nach Colombo besuchen. Weil ich meine letzten Reisetage aber immer gerne am Strand verbringe und den Wechsel zwischen Kultur/ Natur und Strand (Ella – Arugam – Dambulla – Trincomalee) am Besten finde, war die Verbindung, wie ich sie hier vorschlage, für mich aber genau richtig – auch wenn sie mich etwas Zeit gekostet hat. Entscheide du am besten danach, wo deine Präferenzen liegen.

 

Das Kulturdreieck Sri Lankas 

Kandy, Polonnaruwa und Anurachapura bilden gemeinsam das Herzstück der singhalesischen Kulturhistorie. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Kulturdreieck, in dessen Zentrum sich auch das Städtchen Dambulla mit seinem berühmten Höhlentempel, sowie das beschauliche Örtchen Sigiriya und Sri Lankas inoffizielles Wahrzeichen, der Lion Rock befinden. Das Besondere: Alle Fünf Orte dürfen sich ihrer Relikte alter Tage wegen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.

 

Polonnaruwa (1 – 2 Tage)

Östlich von Dambulla gelegen liegt die ehemalige Königshauptstadt Polonnaruwa. Der großzügige archäologische Park, in dem Relikte der reichen Stadtgeschichte bewundert werden können, gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Kulturdreiecks. Besonders beliebt: Mit dem Fahrrad auf Erkundungstour gehen. Für die volle Kulturdosis solltest du mindestens einen Tag einplanen.

Sigirya (1Tag)

Er ist wohl DAS Postkartenmotiv Sri Lankas, der Lion Rock oder Sigiriya unweit des gleichnamigen Örtchens im Zentrum Sri Lankas (das zwar selbst einige Hotels bietet ansonsten aber geradezu ausgestorben scheint). Der kerzengerade Monolith prägt nicht nur die umliegende Landschaft, auf dem in 200 Metern Höhe gelegenen Plateau des Felsen finden sich auch die Überreste einer Felsenfestung sowie zahlreiche Malerein alter Mönchsorden. Mit stolzen (4260 LKR ~ 25€) ist der Besuch der historischen Städte nicht gerade ein Schnäppchen, für kulturell und historisch Interessierte lohnt sich der Aufstieg jedoch. Um den Touri-Massen zu entgehen, solltest du deinen Besuch so früh wie möglich anpeilen. Frühester Einlass ist 7:30, Karten gibt es ausschließlich vor dem Gelände!

Sonnenaufgang am Pidurangala Rock

Mein persönliches Highlight war jedoch der „Little Rock“ oder „Cheap Rock“ etwa 3 Kilometer vom Löwenfelsen entfernt. Frühs um halbfünf ging es mit dem TukTuk an den Fuß des Berges. Da auch hier ein kleiner Tempel zum Gelände gehört solltest du dich entsprechend bedeckt kleiden. Für 500LKR (3€) geht das Abenteuer schon los. Entlang unwirklicher Felsen beginnt der etwa 45-minütige Aufstieg, der zwar mit Pfeilen auf den Steinen gekennzeichnet ist, zum Ende hin jedoch recht unübersichtlich zwischen Felsspalten verläuft. Nimm auf jeden Fall eine Taschenlampe mit! Alternativ kannst du auch einen Guide für die Tour engagieren. In jedem Fall werden die Strapazen mit einem Sagenhaften Blick über die Landschaft und den von der aufgehenden Sonne beleuchteten Lion Rock belohnt.

Gegen 07:00 solltest du wieder sicher unten angekommen sein und kannst dich direkt auf den Weg zum Lion Rock machen, den du binnen 20-minütigem Spaziergang vom Piduangala Rock aus erreichst. Theoretisch kannst du also beide Felsen bequem an einem Tag machen und bist gegen Nachmittag zurück im Hotel. Mehr würde ich für diesen Tag allerdings nicht einplanen, da beide Aufstiege schon nicht ohne sind.

 

Minneriya Nationalpark (1 Tag)

Wer in Sri Lanka ist, sollte sich auch die große Artenvielfalt des Inselstaates keinesfalls entgehen lassen. Zahlreiche Nationalparks (vor allem im Süden der Insel) sorgen dabei in Form von Safaris und Trekkingtouren für Abhilfe. Wer in Dambulla oder Umgebung residiert hat allerdings ebenfalls die Möglichkeit einige der faszinierten Bewohner des Landes Hautnah zu erleben. Denn im Minneriya Nationalpark kommt ein Großteil der singhalesischen Elefanten zusammen. Vor allem in den Morgenstunden, sowie in der Dämmerung machen sich die Dickhäuter zu Hunderten auf den Weg zu den großen Wasserreservoires des Parks und bieten den Besuchern dabei beste Beobachtungsmöglichkeiten.

Wählen kannst du dabei zwischen einer Halbtages- und einer Gantagessafari (wobei ich den halben Tag als absolut ausreichend empfand). Bezahlt wird immer der gesamte Jeep, sowie der Eintritt in den Park pro Kopf. Je mehr Leute, desto billiger ist der Spaß also. Wir haben uns den Luxus gegönnt und uns zu zweit unseren eigenen Fahrer gegönnt Bezahlt haben wir dafür 40€ pro Person.

Dambulla (1 Tag)

Das ansonsten recht wenig aufregende Städtchen Dambulla lockt Reisende nicht nur mit seinem berühmten in den Felsen gehauenen Höhlentempel (der sich jedoch in 1-2 Std ausreichend besichtigen lässt), sondern auch mit seiner zentralen Lage zur Erkundung des Umlands. Von hier aus kannst du deinen Transport nach Sigirya organisieren, bist binnen einer Stundemit dem Bus in Polonnaruwa und findest zahlreiche Anbieter für deine Safari in den Nimmeria Nationalpark. Egal wo du deine Zelte am Ende aufschlägst, alles in allem solltest du dir für die Ecke Rund um Dambulla mindestens vier Tage Zeit nehmen.

 


Trincomalee (4 Tage)

Zu guter Letzt ist es Zeit für ein paar abschließende Tage am idyllischen Sandstrand. Ideale Voraussetzungen dafür liefert die Küstenstadt Trincomalee mit seinen zahlreichen Hotels, Guesthouses und der weitläufigen Strandpromenade.

Du erreichst Trincomalee ganz bequem ab Dambulla mit dem Bus (141 LKR) binnen 2-3 Stunden. Wer es ganz besonders ruhig machen, sollte in Trinco angekommen direkt den Bus in den 12 Kilometer entfernten Vorort Nuaveli nehmen. Doch sei gewarnt, außer Strand so weit das Auge reicht, gibt es hier neben einer Hand voll Unterkünften wirklich nichts.

Das Mittelding zwischen dem doch etwas hektischen Trinco und seiner verschlafenen Vorhut Nuaveli, bietet der drei Kilometer außerhalb gelegene Vorort Uppuveli. Pudriger Sandstrand, perfekte Badebedingungen, die ein oder andere Strandbar, Tauchschulen, tolle Restaurants und natürlich jede Menge schnuckeliger Guesthouses richten sich sowohl an Partylöwen, als auch an  tiefenentspannte Sonnenanbeter.


Anuradhapura (Optional + 1 Tag)

Möchtest du das Kultur-Triplet doch noch komplett machen, hast du auf dem Weg von Trincomalee zurück nach Colombo noch einmal die Gelegenheit dazu in Anuradhapura halt zu machen. Busse fahren direkt zwischen den beiden Städten. Infos zu Must-Dos und Sehenswürdigkeiten findest du auf Tripadvisor (https://www.tripadvisor.de/Attractions-g304132-Activities-c47-Anuradhapura_North_Central_Province.html)


Zurück nach Colombo (Abreise)

Wenn du deine Reise (wie ich) doch lieber mit entspannten Tagen am Strand abschließen möchtest, kannst du natürlich auch direkt nach Colombo zurück fahren. Angefahren wird dabei zumeist der Busbahnhof am Colombo Fort. Es gibt auch einen Nachtbus, der die Strecke fährt. Abfahrt ist in der Regel gegen 23:00 und Ankunft in Dehiwala (Vorort von Colombo!) gegen 5:45. Kostenpunkt sind 920 LKR (5,50€). Da die Strecke auch von Einheimischen stark frequentiert ist, solltest du unbedingt ein paar Tage im Voraus buchen.

Nicht ganz offiziell: Für ein paar Extra-Rupien (In unserem Fall etwa 300 pro Nase) setzt euch der Busfahrer auch direkt am Flughafen ab. Für uns hatte das unser Guesthouse-Besitzer arrangiert, im Zweifelsfall einfach ganz unschuldig fragen, ob es möglich ist am Flughafen auszusteigen.


Die Vorgeschlagene Route orientiert sich in etwa an dem, was ich im vergangenen Sommer in Sri Lanka erlebt habe, ist für drei Wochen aber schon recht straff kalkuliert. Wer es (wie ich!) entspannter mag, sollte sich mancherorts lieber für eine der verschiedenen Möglichkeiten entscheiden oder auch etwas mehr Zeit mitbringen (nach oben sind da wie immer keine Grenzen gesetzt). Grundsätzlich rate ich dir einfach dich nicht zu übernehmen, denn wer auf Reisen nur von A nach B hetzt, hat am Ende zwar alles gesehen, aber eben nichts erlebt.


Warst du auch schon mal in Sri Lanka? Wie sah deine Route aus? Hast du einen Verbesserungsvorschlag, sonstige Anmerkungen oder sind Fragen offen geblieben? Dann schreibe mir einen Kommentar, ich freue mich von dir zu hören!